Aufrichtiger Glaube (Sahih Iman)

Unser größtes Anliegen ist unseren Iman (bezeugender Glaube) zu schützen. Wenn ein Geschöpf Gottes seinen Iman schützt und in diesem Zustand stirbt, ist es errettet. Ist er sündig wird ihm vergeben oder er wird nach Maß seiner Sünden in der Hölle weilen, aber danach wieder errettet werden. Ist er ein rechtschaffener Mensch, geht er direkt in das Paradies ein. Allah offenbart „Was nun jemanden angeht, dessen Waagschalen schwer sind, so wird er in einem zufriedenen Leben sein. Was aber jemanden angeht, dessen Waagschalen leicht sind, dessen Endziel wird ein Abgrund sein. Und was läßt dich wissen, was das ist? Ein sehr heißes Feuer.“ (Sure 101, Vers 6-11)

Für eine gute Tat eines Mu’min (Überzeugter, der sich seinem Schöpfer aus Liebe hingibt) werden zehn Hasanat (Verdienst) in seinem Tatenbuch vermerkt. Für eine sündige Tat hingegen wird nur eine Sünde vermerkt. Allah verheißt „Wer mit (etwas) Gutem kommt, erhält zehnmal soviel. Und Wer mit einer bösen Tat kommt, dem wird nur gleichviel vergolten, und es wird ihnen kein Unrecht zugefügt.“ (Sure 6, Vers 160)

An unserer Rechten ist ein Engel, der die guten Taten und an unserer Linken ist ein Engel, der die Sünden niederschreibt. So offenbart Allah im Quran „Über euch sind wahrlich Hüter (eingesetzt), edle, die (alles) aufschreiben und die wissen, was ihr tut.“ (Sure 82, Vers 10-12)

Aspekte, die unseren Iman formen, sind auf folgenden Grundlagen fundiert:

Amantu billah“ Allah existiert, Allah ist eins und hat keinen Teilhaber. Er ist unabhängig von Raum und Zeit. Allah, der Erhabene sieht und hört alles und ist der Besitzer von Kraft und Macht. Er ist der Besitzer von allem. Er zeugt nicht und ist nicht gezeugt worden. Ihm gehören die schönsten Namen (Asma’ul Husna). Etliche Namen hat Er. Seine Namen werden im Quran erklärt. Jeder Name hat eine andere Bedeutung.

Wa Malaikatihi“ Allah hat Engel. Engel essen und trinken nicht und unter ihnen gibt es auch kein männlich/weiblich. Ihre Zahl kennt allein Allah. Ein Teil von ihnen ist für  Angelegenheiten der Geschöpfe beauftragt.

Neben diesen existieren auch Jinns und Shaitane. Jinns und Shaitane sind einander nah. Unter den Jinns gibt auch Gläubige. Schließlich haben sie damals den Ruf des Propheten Muhammed (sas) gehört (Anm. der Übersetzerin: das Geschehnis fand im Masjid al-Jinn in Mekka statt). Einige von ihnen haben den Islam daraufhin angenommen. Die Anzahl der Shaitane kennt einzig Allah. Unter ihnen gibt es unterschiedliche Arten. Hiermit glauben wir an die Existenz von Engeln, Jinns und Shaitane.

Wa Kutubihî“ Wir glauben auch an die Gottesbücher und -schriften. Die Propheten empfangen vier Bücher. Insgesamt 100 Suhuf (Schriften/Seiten) empfangen einige andere Propheten Stück für Stück. Den Zabur (Psalmen) empfang der Prophet Davud (as), die Thora der Prophet Musa (as), die Bibel der Prophet Isa (as) und den Quran empfang der Prophet Muhammed (sas). Alle vier Bücher und die 100 Suhuf haben sich im Quran vereint. Wer an den Quran glaubt, gehört zu Ahlu Iman (Gefolgsleute des bezeugenden Glaubens). Wer nicht an den Quran glaubt, gehört zu Ahlu Kuffar (Gefolgsleute der Nicht-Gläubigen). Die Gültigkeit von Thora, Psalmen (Zabur), Bibel und der 100 Suhuf ist aufgehoben. Alle Bücher und Suhuf, die von Allah gesandt wurden, sind im Quran vereint. An all dies glauben wir.

Wa Rasulihi“ Wir glauben an die Propheten. Ein Mu’min glaubt daran, dass alle Propheten von Gott gesandt worden sind. Wenn ein Muslim auf eine unangebrachte Weise trotzt und sagt „Ihr glaubt nicht an den Propheten Muhammed, also akzeptiere ich den Propheten Jesus nicht“, dann fällt er vom Glauben ab.

Wa’l Yawmi’l-ahiri“ Wir glauben an den Tag des Jenseits, also daran, dass man nach dem Tod wieder aufersteht, dass es den Tag des Jüngsten Gerichts geben wird und dass Menschen für ihre Taten Rechenschaft ablegen müssen.

Wa bi’l-Kadari Khayrihi wa Sharrihi Minallah-u Ta’ala“ Wir glauben an das Schicksal und daran, dass Gutes und auch Schlechtes von Allah kommt, aber auch daran, dass die Menschen im Rahmen ihres Schicksals einen freien Willen besitzen. Das Geschöpf sollte seinen freien Willen nicht für etwas Schlechtes einsetzen. Denn Allah hat den freien Willen erschaffen, damit die Menschen ihn für Gutes und Dienliches einsetzen können und ihn nicht für schlechte Zwecke missbrauchen. Somit sind die Menschen sowohl für ihre Wohltaten als auch für ihre Sünden selbst verantwortlich.

Wa’l-Ba’su Ba’dal-Mawti Hakkun“ Wir glauben daran, nach dem Tod wieder aufzuerstehen und vor dem Jüngsten Gericht zur Rechenschaft gezogen zu werden. Die Ahlu Iman (Gefolgsleute des bezeugenden Glaubens) werden in das Paradies und die Ahlu Kuffar (Gefolgsleute der Nicht-Gläubigen) in die Hölle eintreten.

 

 

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