Suhba beim Besuch in Minden (März 2013)

Bismillahirrahmanirrahim. Alhamdulillahi Rabbilalamin, as-salatu was-salamu âla rasuluna Muhammedin wa âla âlihi wa sahbihi wa sallim

Ihr befindet euch in einem Schlaf. Erst wenn ihr sterbt, werdet ihr aufwachen.

Diese 1-2 stündige Fahrt hierher ist sogar wertvoller als jahrelang verrichtete Ibadah (Gottesdienst).

Allah gebietet im Koran: „Sprich: „Ihr glaubt nicht; sagt vielmehr: „Wir haben den Islam angenommen“, und der Glaube ist noch nicht in eure Herzen eingedrungen.“ (Sure 49, Vers 14)

So wie ihr diese Gebetsstätte geschmückt habt, schmückt der Derwisch sein (Leben im) Grab.

Ihr werdet mit den Menschen, mit denen ihr euer Diesseits verbringt und eure Gottesdienste verrichtet, auch im Jenseits zusammen sein.

Der Prophet Muhammed (sas) hat seiner Umma zum einen den Koran und zum anderen die Ahlul Bayt als Anvertrauen hinterlassen.

Bei der Schlacht von Badr wurde eine Gruppe von Mushrikun mit gebundenen Händen herbei gebracht, unter denen sich auch der verehrte Abbas befand, der zu der Zeit seinen Glauben noch verheimlichte. Als er an dem Propheten vorbeilief, lächelte Rasulullah (sas). Die Murshrikun, die dies sahen, sagten: „Du kannst kein Prophet sein, wenn du einer wärst, hättest du nicht erlaubt, dass er vor dir läuft. Außerdem hättest du uns nicht angelächelt.“ Die Gefährten des Propheten fragten nach der Weisheit, die hinter seiner Handlung steckte. Der Prophet antwortete: „Am Tag des Jüngsten Gerichts binde ich diesen Leuten die Hände und schleife sie hinter mir ins Paradies.“ Und diese Mushrikun wurden tatsächlich schon nach weniger Zeit Muslime.

Selbst wenn ihr von morgens bis abends nichts anderes macht als Gebet und Dhikr zu verrichten, erreicht das nicht den Wert der 2 Stunden, die man mit der Ahlul Bayt zusammen verbringt.

Unter euch gibt es vielleicht welche, die gewollt, ungewollt oder auch nur aus Gefälligkeit hierher gekommen sind. Doch das macht nicht aus, denn ihr habt uns gesehen; deshalb werden alle so beurteilt, als wären sie hier gewollt erschienen.

Selbst in Orten, in denen keine Muslime leben, gibt es Sayyids (Nachkommen des Propheten) und sie wird es bis zum Tag des Jüngsten Gerichts geben. Wenn in einer Region einem Sayyid Ungerechtigkeit widerfährt oder er von dort vertrieben wird, dann überkommt diese Region eine Dürre und Verknappung. Und wo auch immer einem Sayyid Wohlwollen und Respekt entgegengebracht wird, regnet es dort an Segen und Gnade.

Zu der Zeit des Khalifen Hazrat Omar herrschte Dürre. So gingen sie los, um für Regen zu beten. Der Khalif Omar hielt die rechte Hand des Prophetenonkels Hazrat Abbas und flehte wie folgt: „O Allah, als Dein Gesandter noch unter uns weilte, haben wir Deine Liebe ihm gegenüber zum Anlass genommen. Heute bitten wir Dich aus Liebe zu unserem Propheten und seinem Onkel, lass es regnen. Wir bitten um Deine Gnade und Barmherzigkeit…“ Kaum beendete er sein Flehen und schon regnete es Segen wie aus Eimern.

Einst strandete ein Mönch auf einer einsamen Insel. Auf seine eigene Weise ergab er sich seinem Gottvertrauen und wartete auf Seine Hilfe. Und Allah schickte ihm Boote, Schiffe und Flugzeuge. Weil er aber meinte, sich in Gottvertrauen zu wiegen, nahm er keine der Hilfen an. Und heute haben wir uns auf den Weg gemacht und sind zu euch gekommen…

Der Mensch kann mit seinen 5 Sinnen die Existenz erkunden, doch kann er das Paradies und die Hölle nicht sehen. Der Prophet Muhammed (sas) sprach: „Wahrlich, es gibt im Menschenkörper ein kleines Stück Fleisch; wenn dieses gut ist, so ist der ganze Körper gut; ist es aber verdorben, so ist der ganze Körper verdorben. Wahrlich, das ist das Herz!“ Bewertet meine Worte mit eurem Herzen, damit ihr das Wahre erkennt.

Wenn ihr zu Derwischen werdet, werdet ihr noch im Diesseits, wenn der Todesengel kommt, den Ort sehen, wohin ihr mit dem Tod gehen werdet. Wenn Azrail (as) kommt, erfahrt ihr den Tod, als würdet ihr von einem Zimmer ins andere übergehen. Denn für Derwische, also für die, die wahrlich glauben, gibt es keinen Tod.

Dieses Leben ist sehr kurz, doch die Reise ist sehr lang! Eure Großväter, all eure Vorfahren sind im Grab. Der Tag des Jüngsten Gerichts hingegen, Allahu alem, Allah weiß es. Auf dieser langen Reise gibt es das Leben im Grab, den Tag des Jüngsten Gerichts, dann die Sirat-Brücke usw.; also eine Reise, die tausende Jahre dauern wird. So haltet euch an der Ahlul Bayt fest, damit euch die Reise erleichtert wird.

Subhana rabbika rabbil izzati amma yasifun wassalamun alal mursalin wal hamdulillahi rabbil alamin,

Al Fatiha ma salawat

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